Photoshop CS5 bietet einige wirklich eindrucksvolle Neuerungen. Neben dutzenden von kleinen Änderungen, viele davon auf Wunsch der Anwender, gibt es auch einige sehr auffällige Veränderungen.
Eine der wirklich tollen Verbesserungen ist die Möglichkeit, Ränder in Masken deutlich genauer definieren zu können. Gerade beim Maskieren von Haaren ist die CS5 nun um Welten besser geworden. Auch Farbreste, die beim Freistellen gern als Schimmer zurückbleiben, können mit einem Schalter leicht entfernt werden.
Mit ‚Content Aware Fill’ können nun Teile aus einem Bild ausgeschnitten werden, ohne Spuren zu hinterlassen. Photoshop CS5 berechnet das Aussehen des Hintergrundes und schafft es, selbst bei komplexeren Strukturen die Auswahlen spurlos verschwinden zu lassen. Dazu muss man nicht mehr tun, als das Kontrollkästchen ‚Content Aware’ in Funktion wie dem Bereichsreparatur-Pinsel oder der Füllen-Option auszuwählen.
Der neue Misch-Pinsel erlaubt es, Farben realistisch zu mischen und, ganz ähnlich wie in der Malerei, fließend ineinander übergehen zu lassen. So lassen sich Fotos mit wenigen Pinselstrichen in hausgemachte Gemälde verwandeln.
Repousse ist ein neues 3D-Werkzeug, mit dem sich Texte und Bilder schnell in 3D-Objekte umwandeln, verformen und mit neuen ‚Materialien’ versehen lassen.
Ebenfalls zur Bildmanipulation dient ‚Puppet Warp’, ein Tool, mit dem sich Bildelemente entlang frei definierbarer Achsen und Drehpunkte verbiegen und neu ausrichten lassen. Auch Camera Raw wurde in der Version 6 deutlich überarbeitet und bietet nun eine bessere Rauschentfernung und einige Zusatzmöglichkeiten, wie etwa das Hinzufügen von Korn.
Ein englischsprachiges Video mit einer Vorstellung der Neuerungen gibt es hier:
http://tv.adobe.com/go/4967/
Content Aware Fill
Eines der auffälligsten neuen Features in Photoshop CS5 ist das so genannte „Content Aware Fill“, das in den Reparaturpinsel integriert wurde.
Hat man bisher versucht, Details aus einem Foto zu entfernen, ließ es sich kaum vermeiden, das Flecken und Störungen zurückblieben, die nur in mühsamer Feinarbeit mit verschiedenen Werkzeugen entfernt werden konnten. In unserem Beispiel haben wir versucht, ein Kabel mit dem Bereichsreparatur-Pinsel in Photoshop CS4 zu entfernen.
Dazu wählen Sie in der Werkzeugpalette den Bereichsreparatur-Pinsel aus und aktivieren in der Optionsleiste des Werkzeugs das Kontrollkästchen Content-Aware. Nun fahren Sie einfach mit dem Pinsel über die Störung, die dann wie von Geisterhand verschwindet.
Der Unterschied ist schon sehr deutlich und vermittelt einen Eindruck, wieviel Detailverbesserungen bei Photoshop CS5 ‚unter der Haube’ stattgefunden haben.
HDR in CS5
Photoshop CS5 wurde im Bereich HDR, also dem Erstellen von Bildern mit erhöhtem Dynamikumfang, deutlich verbessert. Mit der neuen Option Merge to HDR Pro können Fotos mit unterschiedlichen Belichtungswerten direkt aus der Bridge und deutlich präziser zu HDR-Aufnahmen zusammengefügt werden.
Das HDR-Dialogfenster bietet eine ganze Reihe von Voreinstellungen, mit denen man festlegen kann, ob das HDR-Bild beispielsweise eher surrealistisch oder photorealistisch wirken soll. Dazu können mit einem speziellen Schalter auch ‚Geisterbilder’ entfernt werden, die durch leichte Verschiebungen zwischen den einzelnen Aufnahmen leicht auftreten können.
Die Ergebnisse sind verblüffend, zumal man nun auch mit HDR Toning einzelne Aufnahmen HDR-artig bearbeiten kann und sehr gut Bilddetails herausarbeiten kann.
Ein eindrucksvolles (englischsprachiges) Video zu den HDR-Funktionen gibt es hier:
http://tv.adobe.com/go/4976/
Objektivkorrektur mit Profilen
Wer bisher mit der Objektivkorrektur in Photoshop CS3 oder CS4 gearbeitet hat, weiß, dass die Korrektur einer Objektivverzerrung, etwa einer tonnenförmigen Wölbung eines Weitwinkels, ein recht mühsamer Vorgang ist, der viel Augenmaß erfordert.
In Photshop CS5 wurde nun die Objektivkorrektur komplett renoviert und ist jetzt in der Lage, das verwendete Objektiv anhand der EXIF-Daten zu erkennen und die Verzerrung komplett automatisch auszugleichen. Dazu greift Photoshop auf eine Liste mit vordefinierten Objektiven zurück, die bereits die typischen Korrekturwerte für das jeweilige Objektiv enthält. Darüber hinaus kann der Anwender auch eigene Objektiv-Einstellungen festlegen und speichern und so auch für nicht in der Liste enthaltene Objektive ein Profil anlegen.
Mit der Objektivkorrektur reicht es nun, den Filter aufzurufen – das Bild wird sofort in der korrigierten Form angezeigt und kann nun noch bei Bedarf mit den bekannten Reglern weiter korrigiert werden.
Ein englischsprachiges Video dazu gibt es hier:
http://tv.adobe.com/go/4983/
(tok)
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